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Kategorie: Frauenquote

Bundesfamilienministerin Schwesig mischt sich in Lohfink-Fall ein

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) mischt sich in den Fall des Models und It-Girls Gina-Lisa Lohfink ein. Das Model hatte vor einem Richter angegeben, vor laufender Kamera vergewaltigt worden zu sein. Das Gericht jedoch schenkte seinen Anschuldigungen keinen Glauben, sondern verurteilte die Klägerin wegen Falschaussage zu einer Geldstrafe von 24000 Euro.

Das Video, das bis vor wenigen Tagen im Internet zugänglich war, zeigt eine Sex-Szenerie, in der Lohfink als Beteiligte mehrfach ein „Hör auf“ äußerte. Schwesig erklärte hierzu, ein „Hör auf“ sei deutlich. Und: „Wir brauchen die Verschärfung des Sexualstrafrechts, damit endlich in Deutschland die sexuelle Selbstbestimmung voraussetzungslos geschützt wird“. Lohfink hat Einspruch gegen das Urteil eingereicht, das dazu gehörige Verfahren läuft derzeit. Daher nimmt die Bundesfamilienministerin auf unzulässige Weise Einfluss auf ein laufendes Verfahren.

Das It-Girl, das durch Fernseh-Formate wie „Germany’s next Topmodel“ bekannt geworden ist, vermarktet deutlich sichtbar seine weiblichen Reize. Böse Zungen könnten somit sagen, die Frau habe sich freiwillig in eine stark sexualisierte Welt begeben, in der sie mögliche sexuelle Übergriffe entweder bewusst provoziert oder diese Übergriffe sogar initiiert, um sich durch die anschließende Klage wirtschaftlich zu bereichern. Doch solche Unterstellungen muss ich als boshaft zynisch verwerfen. Sexuelle Gewalt ist ein schwerwiegendes Verbrechen, das auch Frauen, die sich erotisch freizügig präsentieren, nicht hinnehmen müssen. Es befasst sich also völlig zurecht ein Gericht mit der eingereichten Revision des möglichen Opfers.

Und doch möchte ich das unverschämte Einschreiten der Bundesfamilienministerin zum Anlass nehmen, um erneut einen unverhältnismäßigen „Feminismus“ mit stark Sekten-artigen Zügen anzuprangern. Wir leben in Zeiten, in denen eine aus biologischen Gründen unmögliche vollständige Gleichstellung von Mann und Frau mit allen erdenklichen unzulässigen Vorgehensweisen erzwungen werden soll. Obwohl eine gesetzliche Gleichstellung der Geschlechter sicherlich als eine der wichtigsten Errungenschaften moderner Gesellschaften hervorzuheben ist, weist die Art Mensch biologisch einen starken Geschlechtsdimorphismus auf, der auch mit Gewalt nicht abzuändern ist. Diesbezügliche Bestrebungen führen vielmehr zu nichts anderem als einer starken Benachteiligung des Mannes, sie führen also zu Unrecht und Diskriminierung.

Die Weibchen des Homo sapiens unterscheiden sich hinsichtlich ihrer äußeren Morphologie, hinsichtlich ihrer Anatomie, hinsichtlich ihrer Neurobiologie, ihrer Genetik und ihres Hormonhaushalts signifikant von den Männchen. Dies heißt zwar keineswegs, dass Frauen grundsätzlich nicht imstande seien, sich in traditionellen gesellschaftlichen und beruflichen Männer-Domänen hervorragend zu behaupten. Ich wehre mich aber entschieden dagegen, dass Frauen auf Kosten fleißiger und talentierter männlicher Kollegen mit brachialer Gewalt in berufliche Positionen manövriert werden sollen, die sie aus eigener Kraft niemals erreicht hätten.

Es ist Unrecht und moralisch stark verwerflich, wenn es jeder Frau per Gesetz unverhältnismäßig leicht gemacht wird, durch eine bloße Behauptung das Leben männlicher Artgenossen zerstören zu können, um so unerwünschte Konkurrenz in Form männlicher Mitbürger auszuschalten. Der Vorwurf der Vergewaltigung hat sich in jüngerer Zeit hierfür als recht probates Mittel erwiesen. Selbst wenn Gerichte in der Folge derlei Unterstellungen als unwahr aburteilen, bleiben die Folgen für die zu Unrecht der sexuellen Gewalt bezichtigten Männer in Form von Karriere-Einbruch oder sogar Karriere-Verlust bestehen. Solche Fälle im Prominenten-Milieu sind zuhauf bekannt. Es sei hier nur kurz auf die Schicksale des Meteorologen und Fernseh-Moderators Jörg Kachelmann, des Fernseh-Moderators und Journalisten Andreas Türck oder des Komikers und Musikers Karl Dall verwiesen.

Welche Gesetzes-Verschärfungen schweben der Bundesfamilienministerin denn vor? Soll in Zukunft ein einfacher weiblicher Fingerzeig ausreichen, im Sinne von „der da hat mich vergewaltigt“, und schon verschwinden die Beschuldigten ohne Gerichtsverfahren lebenslang hinter Gittern? Die Klägerinnen hingegen würden sich so problemlos durch unwahre Anschuldigungen finanziell bereichern und gleichzeitig die  Positionen der gewaltsam entwurzelten Männer besetzen. Ist es das, was sich die Ministerin wünscht?

Der aus historischen Gründen vernünftige Feminismus ist längst zu einem Machtapparat geworden, der vorsätzliches Unrecht begeht. Grundlage für den derzeit modernen Frauen-Lobbyismus ist das Gender-Mainstreaming, kurz auch Genderismus genannt. Es handelt sich hierbei um eine kreationistische Irrlehre, die die These vertritt, die Geschlechtsidentität beim Menschen sei nicht durch die Biologie, sondern durch andere Umstände festgelegt worden. Welche das sein sollen, bleibt unbeantwortet. Es geht also um eine Glaubenslehre, die Erkenntnisgewinne auf der Basis von Fakten sowie allgemein die seriöse Wissenschaft, insbesondere die Naturwissenschaft, ablehnt und sogar aktiv bekämpft.

Diese kreationistisch motivierte Extrem-Variante des Feminismus nimmt gerade in Deutschland zunehmend bedrohliche Ausmaße an. Frauenförderungen, Frauenquoten und Frauen-Beauftragte bekämpfen längst die Gerechtigkeit im beruflichen Alltag. Beschleunigt durch rücksichtslosen Frauen-Power wird die Karriere mäßig begabter Frauen auf Kosten hochqualifizierter männlicher Kollegen. Im Grunde beweist der Homo sapiens mit solchen Macht-Strukturen, dass er trotz seiner kognitiven Fähigkeiten, die durch einen evolutiv entstandenen stark vergrößerten Neocortex des Gehirns ermöglicht werden, urtümliche Verhaltensmuster, die sich bereits ausprägten, als frühe Hominiden in Afrika evolvierten, nicht ablegen kann. Eine stete Modernisierung von Gesellschaften scheint ihm unmöglich zu sein. Vielmehr fällt der Mensch immer wieder zurück in seine eigene Vergangenheit. Nichts anderes ist Bewegungen wie dem Genderismus, einer modernen Variante des Kreationismus, anzulasten: Sie führen zurück ins Mittelalter, in eine düstere Zeit voller Gewalt, Willkür und Ungerechtigkeiten.

 

 

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Unwort „Frauenquote“, stattdessen ist eine vollständige Gleichberechtigung der Geschlechter im Alltags- und Berufsleben angebracht

Als brennender Feminist – schon als Kind habe ich durch ein modernes Umfeld gelernt, dass Geschlechterdiskriminierung eine Angelegenheit unserer Großeltern war – verurteile ich die „Frauenquote“. Ich schlage den Terminus sogar als Unwort des Jahres 2014 vor.

Wahre Emanzipation kann man nicht schlimmer attackieren als mit einer Frauenquote. Beinhaltet doch bereits der Begriff, dass ein bestimmtes Geschlechterverhältnis in irgendwelchen Berufszweigen oder Führungspositionen erzwungen werden soll. Wirklich strebsame Frauen jedoch verdienen Anerkennung für ihre Leistungen und Qualifikationen. Es wäre daher unangemessen und demütigend für sie, eine lukrative Position vorwiegend aus Gründen des Aufbaus einer vorgeschriebenen Geschlechterquote zu ergattern.

Ausdrücklich spreche ich mich hiermit für eine vollkommene Gleichbehandlung von Frau und Mann auf allen denkbaren Ebenen aus. Allerdings fordere ich konsequenterweise, dass Frauen selbstverständlich dieselbe Kompetenz, dieselbe Leidensbereitschaft und dieselbe Ausdauer wie ihre männlichen Kollegen aufbringen, wenn sie im Berufsleben gleiche Erfolgschancen wünschen.

Denn das scheinbare Problem, dass in manchen Berufsfeldern das Geschlechterverhältnis zu Ungunsten der Frauen nicht ausgewogen erscheint, wird aus meiner Sicht häufig fehlinterpretiert. „Mann lässt sie einfach nicht“, heißt es dann sehr schnell. In Wirklichkeit jedoch können viele Frauen die oben genannten Eigenschaften, die für einen seriösen Karriereweg nun einmal notwendig sind, schlichtweg nicht vorweisen, in manchen Fällen womöglich sogar aufgrund einer vorsätzlichen Bequemlichkeit.

Immer wieder wird zum Beispiel in den Naturwissenschaften über Fälle diskutiert, in denen weibliche Bewerber offenbar allein aufgrund ihres Geschlechts für eine Stelle ausgewählt wurden, ohne eine mit den männlichen Kollegen vollwertig vergleichbare Qualifikation zu besitzen. Für jeden fleißigen und engagierten Bewerber männlichen Geschlechts ist es daher ein Schlag ins Gesicht, als Begründung für seine Absage erfahren zu müssen, man habe aus „Gleichstellungsgründen“ eine Frau bevorzugt. Er kann dann nicht anders, als sich ungerecht behandelt, ja diskriminiert zu fühlen.

Die Bevorzugung des einen Geschlechts, aus welchen Gründen auch immer, bedeutet gleichzeitig stets eine Benachteiligung des anderen. Das Vorhandensein biologischer Geschlechtsmerkmale darf daher niemals über Karrieremöglichkeiten entscheiden.

Denn das widerspricht aus meiner Sicht jeder ernst gemeinten Emanzipationsbewegung, die auf echte Gleichberechtigung abzielt. Es ist doch längst nicht mehr zeitgemäß, eine Frauenquote bei der Vergabe von Stellen zu berücksichtigen; ein wirklich moderner Ansatz muss stattdessen dazu führen, alle Bewerber, egal ob homo- oder heterosexuell, transsexuell oder transgender, Jude, Christ oder Atheist, Mann oder Frau, ganz allein aufgrund ihrer inhaltlichen Eignung zu beurteilen. Die Behauptung seitens  eher dubioser Emanzipationskämpferinnen, Frauen seien per se im allgemeinen Berufsleben, jedoch insbesondere auch in höheren Positionen, durch patriarchalische Bestrebungen männlicher Kollegen benachteiligt, wage ich aufgrund meiner bisherigen Lebenserfahrung zu bezweifeln, sogar zu bestreiten.

In Zeiten, in denen eine Frau Bundeskanzler sein kann, stehen der Frauenwelt längst alle Chancen offen. Mehr als das ist aus meiner Sicht nicht produktiv, denn sonst fragt man sich irgendwann zurecht: Wenn durch eine Frauenquote der vorsätzlichen Benachteiligung weiblicher Bewerber vorgebeugt werden soll, welche Quote schützt dann die Vielfalt männlicher Randgruppen, die aufgrund ihrer ethnischen Herkunft oder sexuellen Orientierung häufig wesentlich stärker von Diskriminierung bedroht sind als jede Frau, die keiner speziellen Minderheit angehört?