Der Doktortitel der Franziska Giffey/ the doctoral degree of Franziska Giffey (SPD)

On purpose falsifications of doctoral theses are unfortunately quite common in the world of German leading politicians (SPD and CDU). They either performed plagiarisms or other illegal methods to be honored with an undeserved academic title in order to push their later political careers. Since years online communities check doctor-theses of celebrities and often discovered inconsistencies or plagiarisms. Many titles subsequently were denied.

A recent case is the federal minister of family affairs Franziska Giffey (SPD). She already longer time ago was discovered having too many citations without labellings in her thesis. The responsible university, FU Berlin, reacted with a reprimand. As groups thought this not being sufficient, the university announced to start a new examination procedure, of course with a risk for Giffey to loose her title. She seemingly (my own interpretation) tries now to stop or influence that procedure by officially stating that she would renounce any further use of her title forever. According to my knowledge this is academically no solution. One has a doctoral title or one doesn’t. Thus the procedure by the university needs to be continued.

I think it’s a wrong opinion that illegal methods in academic times would not at all affect the later politician career. According to my conviction, a criminal instinct is necessary to falsify that document, for which other invest much life energy. These remarkable numbers of illegally received doctor titles in politicians from CDU/CSU and SPD additionally reduce the reputation and worth of legal doctoral theses of other academics. The willingness to falsify indicates a character issue that I think also effects the recent politician work of the corresponding persons remarkably. If Mrs. Giffey looses her doctoral degree, I would recommend her to step down from her political position immediately.

Gefälschte oder abgekupferte Doktortitel sind unter Politikern der SPD und CDU/ CSU nur allzu häufig geworden. Zahlreiche höher rangige Politiker bewiesen bereits in ihrer akademischen Zeit eine beachtliche Bereitschaft zur Fälschung, was ich mir nur durch ausgeprägte Skrupellosigkeit, ja sogar einen gewissen kriminellen Instinkt erklären kann. Während andere beachtliche Lebensenergie in ihre Doktorarbeiten investieren, wird er woanders mit illegitimen Mitteln, ja illegalen Mitteln, geradezu unaufwendig abgeerntet. Das beflügelt die spätere politische Karriere, aber zeigt auch, mit was für einer Person welcher moralischer Festigung man es zu tun hat.

Ein solcher Fall ist möglicher Weise Familienministerin Franziska Giffey. Der Plagiatvorwurf ist schon etwas älter, wie auch die Reaktion der zuständigen Universität, FU Berlin, die nach Überprüfung damals lediglich mit einer Rüge reagierte. Diese Vorgehensweise ist nun in Kritik geraten, weswegen die Universität ein neuerliches Prüfungsverfahren angekündigt hat. Heute lässt die Ministerin wissen, sie verzichte freiwillig auf die künftige Verwendung ihres Doktortitels. Ist dies ein Versuch, das Verfahren der FU, das mit gewisser Wahrscheinichkeit zu einer Aberkennung führt, zu stoppen oder zu beeinflussen? Es geht nicht um Versprechungen zur Nutzung des Titels, es geht darum, ob man ihn hat oder nicht. Das Verfahren muss daher fortgesetzt werden. Im Falle einer Aberkennung wünsche ich mir einen Rücktritt der Politikerin von allen politischen Ämtern. Es ist aus meiner Sicht nämlich nicht wahr, dass die Skrupellosigkeit gepaart mit möglicher Weise kriminellem Instinkt während der Dissertation zu trennen ist von der Persönlichkeit im späteren politischen Amt. Was soll da der trennende Faktor sein? Wenn man die Erfahrung gemacht hat, durch Betrug zum Erfolg zu gelangen, warum sollte die betroffene Person plötzlich ehrbar, glaubwürdig und legal sowie mit moralischen Werten in ihrem politischen Amt agieren?

Doctoral certification from a university in Berlin, Promotionszeugnis einer Berliner Universität (Symbolbild)

Berlin, November 2020, copyrights Stefan F. Wirth