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Tag: Kritik

Berliner Jobcenter: eine düstere Mauer, gegen die man sich verrennt, anstelle sinnvolle Unterstützung zu erhalten? Bürger hoffen auf das Bürgergeld

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Hochqualifizierte Alg-II-Empfänger

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Forschungsgelder in der Grundlagenforschung, zum Beispiel der Biologie im Bereich Systematik und Taxonomie, sind in der Merkel-Ära geschrumpft. Ellbogenmentalität und Bevorzugung des eigenen Nachwuchses durch Forschungsinstitute konnten dadurch nur wachsen. Einer der möglichen Gründe dafür, dass Hochqualifizierte sich als Freiberufler durchschlagen und gegebenenfalls aufgrund zu niedrigen Einkommens sogar durch Alg-II aufgestockt werden müssen.

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Abteilung für Selbstständige

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Für Selbstständige gibt es in Berlin eine eigenständige Abteilung. Das Procedere verlangt, dass der bedürftige Selbstständige mit der Antragstellung eine besondere Anlage, die Anlage EKS, mit einreicht. In Form einer Prognose müssen darin betriebliche Einnahmen und Ausgaben für den kommenden Bewilligungszeitraum eingeschätzt werden. Auf dieser Basis wird die vorläufige monatliche Alg-II-Zahlung für die folgenden sechs Monate festgelegt. Am Ende des Bewilligungszeitraums muss erneut eine Anlage EKS vorgelegt werden, die dieses Mal die tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben aufführt. Daraufhin wird der engültig zugestandene Leistungsbetrag errechnet. Die Vorgehensweise kann zu Nachforderungen durch das Jobcenter führen.

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Hohe Nachforderungen durch Negieren notwendiger betrieblicher Ausgaben

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Wer glaubt, es sei ja wohl selbstverständlich, dass ein Naturfotograf und -Filmer Kamera-Equipment absetzen und damit Einkommen, die höher als zuvor geschätzt ausgefallen waren, relativieren könne, der irrt. Die Jobcenter möchten nämlich Geld zurück. Also heißt es: Das war aus betrieblichen Gründen nicht notwendig. Glauben Sie, liebe Leser, ja nicht, dass es Ihnen dann hilft, das letzte Profi-Unternehmen, mit dem Sie zusammengearbeitet haben, um eine schriftliche Bescheinigung zur Notwendigkeit technischer Anschaffungen zu bitten. Das Jobcenter kann dann nämlich meiner Erfahrung gemäß zwar die Argumentation für die Ablehnung der Ausgabe ändern, ersetzt sie in der Folge aber wacker und furchtlos durch ein scheinbar beliebiges anderes Argument und bleibt bei der Ablehnung. Betriebliche Ausgaben sind nicht gerne gesehen, da sie die Summe einer Nachforderung beträchtlich schmälern können. Da scheint der Behörde jedes Mittel recht.

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Verzichtserklärung

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Wenn man bereits die Erfahrung gemacht hat, dass das Jobcenter rigoros auf hohen Nachforderungen besteht, warum nicht einfach den Leistungsbezug vollständig beenden, wenn sich ein entsprechendes längerfristiges Einkommen durch Honorare angekündigt hat? So bliebe man schließlich nichts schuldig, sofern man auch für seine sozialen Kosten (wie der Krankenversicherung) selbst aufkommt. Oder? Nein, so einfach ist die Rechnung nicht! Es ist nämlich einem Selbstständigen nicht gestattet, vorzeitig aus dem bereits bewilligten Leistungszeitraum von sechs Monaten auszutreten. Er kann lediglich eine Verzichtserklärung einreichen. Obwohl er in der Folge keinerlei Zahlungen mehr erhält, bedeutet dies dennoch, dass Einnahmen nach der Verzichtserklärung mit denjenigen Monaten des Bewilligungszeitraums verrechnet werden, die vor dem Verzicht lagen. Theoretisch müssen jedoch zumindest weiterhin auch Betriebsausgaben und zum Beispiel die selbst übernommene Krankenversicherung absetzbar sein. In der Realität kann das jedoch zum Nachteil des Selbstständigen ganz anders aussehen, wie ich zu meinem Entsetzen selbst erleben musste.

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Beschwerdewege

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Wie wehrt man sich denn, wenn man das Gefühl hat, dass das Jobcenter zu Unrecht in Form von hohen Nachforderungen ordentlich zuschlägt, so sehr, dass man sich geradezu in existenzieller Gefahr wähnen muss? Mir liegen schriftliche Ausführungen sowohl der (theoretisch) zuständigen Berliner Senatsverwaltung wie auch des (theoretisch) zuständigen Bundesministeriums vor, aus denen hervorgeht, dass beide Organe nicht für die Überprüfung von Einzelfällen zuständig seien. Beschwerdewege seien innerhalb der Hierarchien von Jobcenter und Bundesagentur für Arbeit zu beschreiten. Als von der Bundesagentur unabhängige Organe, die angerufen werden können, wurden lediglich ein Petitionsausschuss (ich war mit meiner Petition vom Petitionsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses zum Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages weitergeleitet worden) und/oder das Sozialgericht benannt.

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Dienstaufsichtsbeschwerden

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Beschwerden innerhalb des Jobcenters oder der Bundesagentur seien zum Beispiel in Form von Dienstaufsichtsbeschwerden an vorgesetzte Stellen einzureichen, so wurde mir mitgeteilt. Tatsächlich, so meine Erfahrung, ist die übliche Beantwortung einer Dienstaufsichtsbeschwerde folgende: Zur Einleitung eines Dienstaufsichtsverfahrens ist ein persönliches Fehlverhalten eines Mitarbeiters notwendig… Nun gut, so denke ich mir, der Mitarbeiter hat ja zum Beispiel nachweislich zu Unrecht eine Aufforderung zur Mitwirkung verschickt, das wurde ja sogar zugegeben und mir eine Entschuldigung ausgespochen (die ich selbstverständlich nicht angenommen habe); also wende ich mich gleich an die Zentrale der Bundesagentur, wiederhole dort meine Dienstaufsichtsbeschwerde und verweise darauf, dass sich derlei Vergehen in meinem Falle so auffällig aneinanderreiht, dass ich nicht mehr von einem Zufall, sondern von Schikane ausgehen muss. Die Dienstaufsichtsbeschwerde wird dennoch abgeschmettert mit dem Argument, meine Ausführungen seien unsachlich.

Warum ist eine Dienstaufsichtsbeschwerde wichtig? Sie kann nicht als juristisch gültiges Rechtsmittel für das Opfer von Behördenwillkür eingesetzt werden, das heißt sie hat keine aufschiebende Wirkung, sollte es sich bei dem monierten Akt durch einen Behördenmitarbeiter beispielsweise um eine Aufforderung mit Fristsetzung, etwas beizubringen, handeln. Das Dienstaufsichtsverfahren richtet sich stattdesssen ausschließlich gegen den Mitarbeiter der Behörde, der sich fehlverhalten hat. Ist das Fehlverhalten nachgewiesen, muss der Mitarbeiter gegebenenfalls mit Sanktionen rechnen, bei denen es sich um personalrechtliche Konsequenzen handeln kann. Solche Karriere-relevanten Folgen können eine abschreckende Wirkung auf den betreffenden Mitarbeiter und seine Kollegen haben, was idealer Weise dazu führt, dass sich das gerügte Fehlverhalten nicht wiederholt.

Vor Jahren hat die Argentur für Arbeit ihre Mitarbeiterpforten auch für Bewerber mit niedrigeren Schulabschlüssen geöffnet. Es gilt gemäß meiner Lebenserfahrung, dass ein kurzer Bildungsweg den Zugang zu Erkenntnistheorien und ethischem Verantwortungsbewußtsein erheblich schlechter bereitstellt, als ein ein Abitur mit anschließender komplexer Ausbildung, wie zum Beispiel einem akademischen Studium. Daher muss es generell Maßnahmen geben, die verhindern, dass Mitarbeiter in Behörden, vor allem solche mit eher begrenzterem Bildungshorizont, glauben, ihre berufliche Position sei ein Freischein für eine willkürliche psychische oder indirekt sogar physische Mißhandlung und/oder Erniedrigung anderer Bürger. Es darf nicht geschehen, dass Personen, die mit sich selbst und/oder ihrem privaten Umfeld unzufrieden sind, ihre Fristration und ihre Wut ungefiltert auf den Kundenkreis der Behörde kanalisieren können, nur weil sie aufgrund ihrer Anstellung mit entsprechend weitreichenden Befugnissen ausgestattet wurden.

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Einstellung der Bundesagentur für Arbeit gegenüber den unabhängigen Organen Petitionsausschuss und Sozialgericht

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Die Jobcenter legen es meiner Erfahrung gemäß darauf an, dass der Leistungsbezieher, der klagen will, möglichst Fristen versäumt, was dazu führt, dass Klagen unzulässig sind. Die Jobcenter wissen, dass beispielsweise ihre willkürliche Ablehung von absetzungsfähigen Posten einem seriösen Gerichtsverfahren nicht standhalten würde. Bestreben der Behörde ist es daher, dass es aus formellen Gründen möglichst gar nicht erst zu einem Verfahren kommt. Gerne heisst es dann: Sie müssen trotz Ihres Klage-Wegs zahlen, da Ihre Klage offensichtlich unzulässig ist. Allerdings erfordert diese Strategie, dass entweder Sie selbst, lieber bedürftiger und selbstständiger Leser, oder das Gericht (im Vorfeld einer Verhandlung) dem zustimmen. Ist beides nicht der Fall, entscheidet alleine das Sozialgericht im Rahmen einer Verhandlung, ob die Klage zulässig ist oder nicht. So zumindest die Ausführungen eines Rechtsberaters, den ich konsultiert habe.

Doch die Inkasso-Abteilung der Bundesagentur schickt mir wacker Mahnungen, ich solle trotz laufender und meiner Einschätzung nach fristgerecht eingeleiteter und berechtigter Gerichtsverfahren zahlen. So beschwere ich mich bei der Zentrale der Bundesagentur, wo mir im Namen des Leiters der Bundesagentur mitgeteilt wird, meine beiden derzeit (in einem Fall schon deutlich mehr als über ein Jahr) ansässigen und sehr ausführlich begründeten Klagen seien offensichtlich unzulässig, des Weiteren wird im Schreiben der Sachbearbeiterin wild darüber spekuliert, welche gerichtlichen Hinweise das Gericht mir geschickt oder nicht geschickt haben könnte, dabei ganz ungeachtet der Tatsache, dass gerichtliche Hinweise nur für eine Partei bestimmt sind. Von einer offensichtlichen Unzulässigkeit meiner Klagen weiß ich jedoch nichts. Ich muss daher an dieser Stelle deutlich sagen, dass diese Reaktionsweise der Bundesagentur bei mir nichts anderes als den Eindruck erweckt, als halte sie nicht allzuviel von der Unabhängigkeit des Sozialgerichts. Was auf der anderen Seite verständlich ist, schließlich sind die Sozialgerichte insbesondere in Folge der Corona-Pandemie überlastet, Verfahren ziehen sich daher ewig in die Länge. Und wen benachteiligt dies? Natürlich die Bundesagenur mit ihren Jobcentern, denn die wollen und brauchen Geld, und zwar jetzt, sofort, und nicht etwa erst nächstes Jahr.

Und wie ist die Einstellung der Bundesagentur gegenüber dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags? Nun, auch der ist überlastet, auch hier zieht sich das Verfahren in die Länge. Und so darf es mich offenbar nicht verwundern, dass eine Jobcenter-Sachbearbeiterin der Beschwerdestelle für den Bereich Berlin/Brandenburg mein schon länger ansässiges Petitionsverfahren ohne jede geringste Form der Befugnis (über ein eindeutig externes und unabhängiges Organ zu entscheiden) in einem postalischen Schreiben an mich ein für allemal für beendet erklärt. Na, offenkundiger kann ein Fehlverhalten ja gar nicht sein, so denke ich mir und reiche eine Dienstaufsichtsbeschwerde bei der Zentrale der Bundesagentur ein, gerichtet an die Leitung persönlich. In deren Namen teilt mir die zuständige Sachbearbeiterin mit, dass sie mir zustimme, die Beendigung eines Petitionsverfahrens obliege allein dem Petitionsausschuss. Meine Dienstaufsichtsbeschwerde allerdings nimmt sie nicht an. Ein nachvollziehbarer menschlicher Fehler wird angedeutet, schließlich sei die Behörde schon lange nicht mehr durch den Petitionsausschuss kontaktiert worden. Daraus könne man ja schon fälschlich schlussfolgern, dass es das Verfahren gar nicht mehr gäbe. Mein anschließender Verweis darauf, dass die betreffende Mitarbeiterin ja auf mein Schreiben reagiert hatte, in dem ich deutlich auf das noch laufende Petitionsverfahren verwies, und dass ich daher eher den Eindruck gewonnen habe, als solle mir die Allmacht und Unangreifbarkeit der Bundesagentur vorgeführt werden (was ein eindeutiges und unverzeihliches Fehlverhalten sei), führte zu einer Antwort, die der Leser wahrscheinlich bereits erraten hat: Meine Dienstaufsichtsbeschwerde sei unsachlich. Abgelehnt.

Selbst Berliner Häuser runzeln erstaunt die Stirn, erst recht, wenn sie das DDR-Unrechtssystem persönlich miterlebt haben.

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Bürgergeld

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Die Bundesregierung hat die Einführung eines sogenannten Bürgergelds angekündigt. Dies solle höhere Leistungen, bessere Möglichkeiten hinzuzuverdienen und eine Begegnung der Behörde auf Augenhöhe mit den Kunden beeinhalten. Böse Zungen haben bereits spekuliert, dass sich schlimmstenfalls unterm Strich gar nichts ändere, es sich also um eine bloße Umetikettierung handle.

Ich erhoffe mir vor allem, dass Arbeits-und Verdienstbestreben künftig nicht wie bislang bestraft, sondern gefördert werden. Der durch die Regierung öffentlich gemachte Entwurf zum Bürgergeld widmet sich allerdings oft dem Personenkreis, der aus einem Anstellungsverhältnis zunächst im Arbeitslosengeld I landet und mangels neuer Anstellung dann zu Alg-II abrutscht. Ich jedoch bin der Ansicht, dass vor allem Selbstständige eine bessere Behandlung erfahren müssen. So sollte es meiner Ansicht nach möglich sein, den Leistungsbezug jederzeit freiwillig vollständig zu beenden, also auch inmitten eines Leistungszeitraums. Es sind mehr unabhängige Kontrollgremien notwendig, ausserdem muss es der Bundesagentur und den Jobcentern erheblich erschwert werden, mit Hilfe von Fristsetzungen und ähnlich bürokratischen Vorgehensweisen verhindern zu wollen, dass Gerichtsverfahren sich mit Inhalten befassen. Nachweisliche Willkürhandlungen von Behördenmitarbeitern müssen zudem umgehend scharf sanktioniert werden, um die Rechtsstaatlichkeit dieser Sozialbehörden für die Zukunft zu gewährleisten.

Copyrights Stefan F. Wirth, Berlin 7.Mai 2022

Christian hate preachers in Germany? The dubious case of a hardliner

He is 53 years old, a hunter and a strength athlete, but Olaf Latzel is unfortunately also an evangelical pastor of the St.-Martini church municipality in the German city Bremen. Livestreams of his church services during times of the corona-crisis since February 2020 had up to 30000 clicks. He and his work are well liked not only in his own municipality. But fortunately, there is also much and harsh criticism against his preaching.

His style of sermonizing is, according to what I saw on his Youtube-Channel, very passionate. His sermons have a very dominant and commanding pitch, and when he talks against homosexuals and other religions, his emotions force his significant nasolabial wrinkles downwards to a grim face, and his eyes peer to the ceiling, when he emphasizes that we had one lord only, and he often shouts an almost hysteric „hallelujah“, when he subsequently continues with statements like „ein Knecht, ein Sklave, hat nur einen Herrn (a servant, a slave, has only one lord)“ and later „kein Knecht kann zwei Herren dienen…(no servant can serve two gods)“. He accordingly is strictly against mixed church services, wants Buddha statues or amulets in households to be destroyed and is such focused on details of ancient text details of the bible that female pastors in his church are not allowed to wear a talar (robe of an evangelical priest) or to preach from the pulpit. Homosexuals are welcome in his municipality only according to the principle „against sins, but for sinners“. Muslims can be treated with mercy, again only following the same principle. But I say: It is a sin to create sinners based o the natural diversity of life!

Apart from discriminating statements against Islam, Buddhism or homosexuals, the slave and servant idea is one of his main topics. According to his preaching, the believers represent nothing else than slaves or servants of god, who even paid for this slave service due to the blood of Jesus Christ. Olaf Latzel is a hardliner, and he does not try to hide this. But the distinct reduction of believers to slaves, to a herd of sheep in the full sense of this term, is also a very clever gambit against individualism, independent free thoughts and criticism. Stupid sheep are easy to control, they ask no critical questions, they even don’t express doubts about statements, written in a thousands of years old ancient book. But there is no god, who demands for thoughtless sheep, there are only very secular authorities in the disguise of religious leaders, who need sheep to fulfill their very secular motivations, namely to live a privileged life on the costs of their slavish subjects. If god preferred sheep instead of humans, he would have appeared as sheep among sheep.

Jesus Christ was the historical human being Jesus from Nazareth. He was an individualist with free thoughts and represented a critic of old and traditional religious attitudes. He considered the stupid human sheep in the Temple in Jerusalem his opponents, and his major aim was to teach and practice charity. His followers were women, who he met as equals, and unmarried men with unknown erotic preferences  (Who knows, may be some considered themselves even as non-binaries!). The disciples of Jesus from Nazareth had a subversive and creative power to modernize the communities, they did not look back to their ancient past, but instead invested their energy in a more human future (at least originally). They today would not find any of their ideals in municipalities with Christian hate preachers.

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Jesus meets two strangers in an evening twilight scenery, a man and a woman, on an equal level. Both strangers are proud of being free thinkers, the man might even be gay, we don’t know. Oil on canvas, Berlin May 2020, copyrights Stefan F. Wirth.

 

 

Berlin, May 2020, copyrights Stefan F. Wirth

Der Fall Petra Hinz (SPD) – eine erneute Attacke gegen die akademische Bildung in Deutschland

Die Medien überschlagen sich mit Berichten über eine Politikerin, die bis dahin kaum bekannt war. Die Bundestagsabgeordnete Petra Hinz (SPD) ist im Zuge von Mobbingvorwürfen, die durch Mitarbeiter gegen die Politikerin erhoben wurden, der Lüge im Lebenslauf überführt worden. Demnach sind erhebliche Angaben im offiziell zugänglichen, jedoch inzwischen abgeänderten Lebenslauf durch Hinz frei erfunden worden.

Von „flunkern“ ist in manchen Presseberichten in diesem Zusammenhang gutwillig zu lesen. Frau Hinz brüstet sich mit einem Abitur, über das sie nicht verfügt. Damit jedoch nicht genug. Da ein Abitur zum Hochschulstudium berechtigt, hat sie ein solches gleich mit erfunden. Zwei juristische Staatsexamina will sie zudem absolviert haben. „Flunkern“ ist etwas anderes!

Wer akademische Ausbildungen, die den seriösen Hochschul-Studenten viel Lebenskraft, Fleiß und Disziplin abverlangen, für so geringwertig einschätzt, dass er/ sie glaubt, die Arbeitsleistung einfach überspringen zu können und dennoch mit denselben Qualifikationen aufzutreten zu dürfen, der tritt das deutsche Bildungssystem mit Füßen. Hier ist nicht „geflunkert“, sondern ein Verbrechen verübt worden. Die Dame schlägt jedem lachend ins Gesicht, der jahrelang büffelt und schweißgebadet ganze Nächte durchgepaukt hat. Die Politikerin der SPD vergeht sich nicht nur an der akademischen Welt, sie hat sich vermutlich auch juristisch strafbar gemacht. Zu Unrecht behauptete Schul- und Universitätsabschlüsse sind eventuell Urkundenfälschungen, auch dann, wenn die schriftliche Fälschung von Zeugnissen nicht erfolgt ist.

Es ist den bisherigen Arbeitgebern von Frau Hinz zu unterstellen, dass bezüglich der vorgeblichen Hinz’schen Vita rigoros und vorsätzlich weg geschaut wurde. Vielleicht, weil sie in den Reihen der Abgeordneten schlicht einen Normalfall darstellt? Fehlende akademische Bildung kann man nicht übersehen. Wie soll zudem glaubhaft gemacht werden, dass der Betrügerin offenbar niemals die Vorlage von Zeugnissen auferlegt worden ist?

Die Medien berichten, dass Hinz aber dennoch ihre politische Arbeit unauffällig und tadellos verrichtet habe. Dies entspricht ja wohl offenkundig nicht der Wahrheit. Die Mobbingvorwürfe der Mitarbeiter belegen dies.

Frau Hinz wusste, wie man Karriere macht und im selben Schachzug noch gegen männliche Mitbewerber im Vorteil bleibt. Ein Hochschulstudium dauert 5-6 Jahre. Da Hinz über 50 ist, waren Männer in einer Zeit, in der die SPD-Politikerin theoretisch Studentin hätte sein können,  dem Militär- oder Zivildienst verpflichtet. Ein obligater Zivildienst als Militärdienst-Ersatz in den 1980-er und 90-er Jahren konnte bis zu 15 Monate lang dauern. Bis ein männlicher Mitbewerber von Frau Hinz dann sein Studium absolvierte und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stand, war er etwa 28 Jahre alt. Frau Hinz als Fälscherin und Betrügerin war bei angeblich vergleichbarer Qualifikation natürlich aufgrund des Geschlechts schon jünger, aufgrund des in Wahrheit fehlenden Studiums sogar deutlich jünger, jünger als jede echte Studentin, als sie sich dem Karriereweg stellte. Kein Militär- oder Zivildienst, keine sechs Jahre Büffeln. Hier hat die Faulheit gesiegt! Auch ihr weibliches Geschlecht hat ihr womöglich in Zeiten des damals schon aufkeimenden Ultra-Feminismus starke Vorteile gegen männliche Konkurrenz eingebracht und der Dame so eine stattliche Karriere geebnet. Nun ist die Lügnerin allerdings auf die Schnauze gefallen, wie wir Berliner gerne sagen. Hoffentlich erwartet Hinz für ihren anmaßenden Betrug ein Strafverfahren.

Doch das ist eventuell eher nicht zu erwarten. Denn die Fälschung von akademischen Werdegängen hat in den derzeitigen Regierungsparteien Tradition und gilt als Kavaliersdelikt. CDU, CSU und SPD, die sich heutzutage nicht mehr voneinander unterscheiden, schaffen systematisch die seriöse Bildung ab. Förderungen für Grundlagenforschung in diversen Fachrichtungen wurden in den vergangenen Jahren drastisch gekürzt, die entsprechenden Wissenschaftszweige sind daher nun vorwiegend im Ausland beheimatet. Doch bereits die Schulbildung, einst in Deutschland von hohem Niveau, kann gemäß PISA im internationalen Vergleich nicht mehr mithalten.

Die deutsche Regierung ist an Schamlosigkeit und Unverschämtheit nicht zu überbieten. Kein Wunder, verfolgt sie doch ausschließlich Machtinteressen. Zahlreiche gefälschte Doktortitel durch Politiker der Regierungsparteien belegen auf imposante Weise, welchen Stellenwert die deutsche Regierung seriösen Akademikern, womöglich noch mit redlich erworbener Promotion (weitere 2-5 Jahre), zugesteht. Keinen! Die genannten Parteien verhöhnen inzwischen ganz allgemein jede Seriosität im Lande auf unglaubliche Weise. Wann wird dem endlich Einhalt geboten?

Die Dreistigkeit der Mormonen-Sekte, das Brüssel-Attentat zu instrumentalisieren

Die Attentate in Brüssel des 22. März 2016 erschüttern erneut die westliche Welt. Allerdings hält sie das offenbar keineswegs davon ab, weiterhin in Form von Waffenlieferungen die instabile Situation in muslimischen Krisengebieten zu fördern.

Doch meine besondere Aufmerksamkeit erregt die Dreistigkeit von Vertretern der Mormonen-Sekte, ihren 19-jährigen Missionar Mason Wells, der zusammen mit weiteren Mormonen-Predigern während der Explosionen im Brüsseler Hauptbahnhof minder schwer verletzt wurde, in die Medien-Berichterstattung zu katapultieren.

Der Vater des jungen Radikalisten instrumentalisierte im Namen seiner Religion das schreckliche Geschehen, das auf den Islamischen Staat zurückzuführen ist. Es sei ein Wunder geschehen, Gott habe seinen Sohn beschützt. Und damit nicht genug, auch die Anschläge auf den Boston-Marathon sowie die Angriffe auf Paris, bei denen er jeweils nicht weit entfernt der Detonationen gewesen sei, habe Mason Wells überlebt. Selbstverständlich dank der Hilfe Gottes, dank der Hilfe des RICHTIGEN Gottes.

Wenn ich in diesem Zusammenhang das spirituelle Selbstverständnis der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage“ berücksichtige, komme ich zu dem Schluss, dass hier nichts anderes gesagt wird als: Dieser junge Mann hat gleich drei mal aufgrund seiner richtigen Religionszugehörigkeit und seines züchtigen Lebenswandels dort überlebt, wo andere aufgrund des Fehlens dieser Tugenden NICHT überlebt haben.

Ich nehme die Berichterstattung, die ein überlebendes Opfer besonders hervorhebt, daher als Verhöhnung all derjenigen wahr, die während der genannten Attentate ums Leben gekommen sind. Denn ihnen fehlte es schlicht am rechten Glauben. Daher hat welcher Gott auch immer sie eben nicht beschützt. Gott errettet, wer gemäß der Mormonen-Religion homophob und fremdenfeindlich ist, wer Andersartigkeit und Individualismus verdammt und die eigenen erotischen Bedürfnisse einschließlich der Masturbation als schwere Sünde betrachtet (und daher heimlich und verstohlen verrichten muss).

Ich bin entsetzt über die zahlreichen internationalen Medien, die diese Instrumentalisierung der Brüssel-Anschläge samt der über 30 Todesopfer durch die Mormonen-Sekte als Marketing-Maßnahme zur Verbreitung ihres bizarren spirituellen Gedankengutes unterstützen.

Im Übrigen hat sich wohl kaum irgendein Journalist die Mühe gemacht, die Anwesenheit Wells‘ in Boston oder Paris zu überprüfen.

Es gibt genügend Beispiele dafür, dass alle Menschen unabhängig von ihrer spirituellen Gesinnung gleichermaßen Katastrophen aller Art zum Opfer fallen können. Insbesondere radikale und intolerante Religionen schützen nicht, sie tragen vielmehr dazu bei, jedes gesellschaftliche Miteinander zu vergiften!